LIVE DATES

ChristyAndEmily

12.02. Roter Salon, Berlin, GER
14.02. naTo, Leipzig, GER
15.02. Kulturzentrum Francis, Wetzlar, GER
16.02. Museumskeller, Erfurt, GER
20.02. El Lokal, Zürich, CH
22.02. Fluc, Wien, A
23.02. Kranhalle, München, GER
24.02. Kino, Ebensee, A
25.02. Rätschenmühle, Geislingen, GER

DJ Marcelle

10.02. Favoritbar, München, GER
11.02. Alter Schlachthof, Wels, A
 
 
 
 
 
 
 

 


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04.05.2008

NUFA wins cultural prize


NUFA has won the "Kulturförderpreis" advertised by the city of Ulm, Germany. Click below to read the whole honorific speech (only in german,though)!

Die Jury hat sich einstimmig für die Popularmusikgruppe nufa entschieden.

Sie ist eine herausragende kreative Gruppe, eine zuweilen übersprudelnde Quelle der Jugendkultur. Sie macht nicht nur Musik, die gleichermaßen das Herz wie die Beine zu bewegen vermag, sondern zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie auf überdurschnittlichem Niveau Texte schmiedet, diese "besingt" und eine vielgestaltige Instrumentalmusik improvisiert und komponiert. Mit ihrer jugendlich-überschäumenden Gestaltungskraft und einem ausgeprägtem Gestaltungswillen zieht sie nicht nur jugendliche Hörer in ihren Bann.

Die Jury erlebte den Schaffungsprozess der Gruppe unmittelbar als unvorhergesehene wie auch als geplante Aktionen mit hohem "Betroffenheitsfaktor", auch wenn sie sich zuweilen durch enorme Lautstärke als Zeichen überbordenden Ausdruckswillens fast "erschlagen" fühlte. Aber auch bezwingende mediativ-magische Momente kennzeichneten die Darbietung.

Ihr Auftritt zwang die Jury, ihre bisherigen Maßstäbe neu zu überdenken; orientierten sich diese doch bisher vornehmlich an der traditionellen Sparte der Interpretationskunst. Deren Ansprüche sind heute grenzenlos hoch, was die Gefahr mit sich bringt, dass elementare Gestaltungs- und Vermittlungskomponenten vernachlässigt werden.

Da drängt sich die Frage auf, warum heute vorwiegend Jazz- und Popularmusiker das Publikum so sehr in ihren Bann ziehen und zu Gefühlsausbrüchen hinreißen. Es sei an geschichtliche Berichte über das Wirken eines Liszt, eines Paganini oder eines Caruso erinnert, wie auch an Konzerte mit einigen zeitgenössischen Interpreten klassischer Musik, die das Publikum zutiefst in der Seele trafen, es entzückten oder zur Raserei brachten.

Auch wenn die nufa-Gruppe mitunter noch den Vergleich mit einem rohen Diamanten evozierte, so überwog doch der Eindruck eines herausragenden Enwicklungspotentials durch:

 

- ihre schöpferische Fantasie

- ihre Entdeckerfreude und Risikobereitschaft

- ihre Grenzen sprengende elementare Ausdrucks- und Gestaltungskraft

- ihre Intuition

- ihre Vielgestaltigkeit in der Erfindung und im Einsatz instrumentaler und vokaler Mittel (z.B. elektronischer Medien, unkonventioneller Klangerzeuger) sowie durch:

- ihre transzendierenden und transformierenden Ansätze

Bei diesen jungen Menschen handelt es sich um authentisch wirkende Persönlichkeiten, die bei rückhaltlosem Einsatz immer noch ein gesundes Maß an Selbstkritik, wie auch über ein teilweise beachtliches Können intelligent verfügen.

Durch ihre Offenheit und Neugierde erschließen sie sich in zunehmendem Maße neue Klangräume und Ausdrucksformen; dadurch heben sie sich von der Masse dilettierender Popularmusikgruppen ab, die ihren Erfolg vornehmlich auf lautstarken, rhythmisch und melodisch einfallslosen "Einheitsbrei" gründen.

Hervorzuheben ist auch der Mut der nufa-Gruppe, Texte in ihrer Muttersprache zu verfassen, sowie ihr Bestreben, eine angemessene Balance zwischen Inhalt und Vertonung der Texte zu finden, um ihnen so eine vertiefte und weiterreichende Gültigkeit zu verleihen - Kriterien, die große Musik als Kunst ausmachen.

Zudem gewann die Jury den Eindruck, dass diese elementaren Aspekte des Musikmachens geeignet wären, die Musikszene umfassender aufzumischen und zu fördern, sofern sie ein vergleichbares Niveau aufweisen, wie es im klassischen Interpretationsbereich eingefordert wird.

Mit der Entscheidung für die nufa-Gruppe möchte die Jury diese Art des Muikmachens anerkennen, für die Zukunft Zeichen setzen und damit Potenziale schöpferischer Fantasie und deren handwerkliche wie künstlerische Umsetzung fördern.

 

Schwäbisch Gmünd, o2.12.2oo7

Für die Jury:

Martin Fiz