Eine weitere tolle Rezension über das kommende Nightingales Album..
The Nightingales, Nachfolgeprojekt der legendären ersten Birminghamer Punkband The Perfects rund um Sänger Robert Lloyd, die für Nico oder Bo Diddley als Support-Act spielten, sind wieder mit einem lässig-lärmigen Album da. Weil wir schon bei Geschichte sind: Lloyd, in seinen verschiedenen Inkarnationen, war fixer Stammgast bei John Peel, nur übertrumpft von The Fall. Lloyd, Alan Apperley (g., b., keyb.), Daren Garrett (dr.) und der junge Matt Wood (g., b.) dröhnen sich durch zwölf Rocknummern, bei denen Avantgarde, Punk und Anleihen an die große kosmische Musik – Faust-Bassist Andreas Schmid hat zwei Gastauftritte – auszumachen sind, zusammengehalten vom nöhlenden Gesang, der sich manchmal nach Iggy Pop anhört. Rock’n’Roll und Surf lugen auch immer wieder um die Ecke: Nicht umsonst widmen The ’Gals »Insult to Injury« Bo Diddley und Link Wray. Diese Platte punktet mit Sperrigkeit, jeder Menge bittersüßer Hinterfotzigkeiten und popgeerdeter Melancholie. Im Frühjahr 2009 steht eine Tour an. Auf keinen Fall verpassen.
HEINRICH DEISL (SKUG)