19.05. Friekfest, Amsterdam, NL 24.05. Golden Pudel, Hamburg, GER 25.05. Bei Roy, Berlin, GER 26.05. Mindpirates, Berlin, GER 02.06. Kilbi Festival, Bad Bonn, Düdingen, CH 06.06. Aspern Seestadt, Wien, AT 08.06. Favoritbar, Munich, GER 09.06. OKH, Vöcklabruck, Austria 20.06. Royal Academy Of Art, The Hague, NL 28.06. Fusion Festival, Lärz, GER 30.06. Cidade PreOcupada Fesitval, Montemor-O-Novo, PT
FM Einheit + Irmler
19.05. Noise Festival, Spielboden Dornbirn, AT
In der Welt der Trommler gilt Jaki Liebezeit als Gott. Als stilprägender Drummer der legendären Krautrock-Gruppe Can hat er nicht nur Rock-, sondern auch Schlagzeuggeschichte geschrieben. Doch Stillstand ist Liebezeits Sache nicht. Weil ihm das konventionelle Schlagzeugspiel ausgereizt schien, hat er vor Jahren einen völlig neuen Trommelstil entwickelt. Beim Klangbad 2010 trat die Drumlegende mit einer Band auf, die handverlesen nur zu diesem Anlaß zusammen gekommen ist. Mit dabei: der Elektroniker Robert Lippok von To Rococo Rot, Keyboarder Hans Joachim Irmler (Faust) und der Engländer Clive Bell (Jah Wobble, David Sylvian, Jeff Beck, Bill Laswell), der exotische Blasinstrumente spielt. Das Ergebnis dieser Kollaboration veröffentlichen wir nun auf Klangbad.
In April 2011 we will release the second part of our project called "Spielwiese Scheer". The idea behind this is to invite different musicians into the FAUST STUDIO for one week. The artists themselves have this time only played one show together before. So it is always exciting and uncertain how the result will sound like. This time we invited Jaki Liebezeit (Can), Clive Bell (Jah Wobble and the Chinese Dub Orchestra), Robert Lippok (ToRococoRot) and Hans Joachim Irmler (faust). After their great concert on this years Klangbad Festival, we decided to realize this record. The record will be available as LP (silkscreen, handmade cover) including CD, and Digital Download.
Klangbad 53LP+CD+Digital Download, LP with Silk Screen Cover
Engineered by Bruno Gebhard and Andreas Schmid
Produced by Hans Joachim Irmler
Recorded at Faust Studio Scheer 2010
Cover Design: Olivier Kowald
Illustration: Rebecca Harris
Photos: Manuel Wagner
Copyright: Klangbad 2011
Tracklisting:
SIDE A:
1 Glassbamboo
2 Miles 2001
3 Under Water
SIDE B:
4 World War 1
5 Das Boot
6 The Thrower
7 Lovely Ending
Gesamtlaufzeit: 45:44
Release Date:
GAS: 15.04.2011;
UK: 02.05.2011
Distribution GAS: Broken Silence Germany; A-Musik
Distribution FRANCE: Le Son du Maquis France
Distribution UK+WORLD: Cargo UK
Distribution Digital: Broken Silence Germany
Promotion GAS: Clara Ouchene, Silver Seeds.
Promotion UK: Sean Newsham, Mutante Inc.
Booking: TBC
B.I.L.L. - Spielwiese 2 - Pressetext
Die zweite Veröffentlichung in der „Spielwiese“-Reihe des Klangbad-Labels dokumentiert den nicht alltäglichen Fall einiger ausgeprägter Individualisten, denen als Kollektiv ein schlüssiges, souveränes und kraftvolles Album der besonderen Art gelingt. Der Name des Bandprojekts ergibt sich aus den Initialen ihrer Namen.
B.I.L.L. sind:
Clive Bell. Undogmatischer Weltmusiker, anerkannte Koryphäe und Virtuose auf Shakuhachi, Ney und anderen Flöten und Mundorgeln aus vor allem dem arabisch-asiatischen Raum. Hans Jochim Irmler. Kraut- (Faust) und Elektronik-Pionier, Sound-Radikalist. Atonal schwirrende Klangschlieren, Orgelfelder, humorvolle Melodik, harmonisierte Drones mit physischem Charakter. Jaki Liebezeit. Vor 40 Jahren als Drummer der deutschen Krautrock-Band Can zu Weltgeltung gelangt. Bis heute Selbsterneuerer und innovativer Perkussionist. Bassdrum und Hihat-Maschine gehören längst nicht mehr zu seinem Instrumentarium. Robert Lippok, als Mittvierziger seinen drei Mitspielern diverse Jahre unterlegen. Sonst nicht. Seit 1995 Gitarrist und Elektroniker bei To Rococo Rot. Spezialgebiet Loops und mikroskopisch genaue Texturen.
B.I.L.L., das Album,besitzt den Charakter einer Suite. Ihre sieben „Sätze“ können allein stehen, entfalten aber im vorgegebenen Ablauf eine besondere Spannung. Berührend und beklemmend, roh, anmutig und auch in eingängigen Momenten nicht vorhersehbar, ist ein Album zusammen gewachsen, das von seiner konsequenten Widersprüchlichkeit und dem nonkonformistischen Teamgeist der Musiker zusammen gehalten wird.
„Glass Bamboo“, tanzbar, mittelschnell, mit anregend pluckernder Elektronik der perfekte Opener, wird im letzten Viertel von einem schweren Drone unterlaufen, ohne zu zerfallen. Das expressionistische „World War“, ein ausgebeintes Rockriff mit Krummhorn, stoischen Rückwärts-Trommeln und rostiger Atmosphäre, wird in der zweiten Hälfte schichtweise dekonstruiert und lässt die Topografie auf außergewöhnliche Art auseinander rutschen. Verkrachte Jazz-Anmutungen, Sinuswellen, Ambient-Texturen, Tribal drums. „Lovely Ending“ schließlich verspricht anderes als der Name vermuten lässt. Eine Berg- und Talfahrt von bestechender Kontinuität. Zum Schluss ganz große Emotion.